Monet, Cézanne, Matisse: es gibt kaum einen
wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in der viel beachteten Scharf Collection
vertreten ist. Die bedeutendste deutsche Privatsammlung
des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus. Mit rund 180 Exponaten wird die beeindruckende Bandbreite der Sammlung hautnah im Kunstpalast gezeigt, die vom frühen 19.
Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht.
Eine weitere Möglichkeit einen Teil der Scharf Collection zu erleben, nachdem diese in den vergangenen vier Monaten in Berlin in der Alten Nationalgalerie mit 150 Werken gezeigt wurde.
Engagierte Sammler seit vier Generationen
Bereits in vierter Generation führt sie mit großem Engagament einen Zweig der bedeutenden Berliner Sammlung Otto Gerstenberg (1848 - 1935) weiter.
Der Gründer und Generaldirektor der
Victoria-Versicherung Berlin schuf nicht nur zahlreiche neue Versicherungszweige, die für die weitere
Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft von entscheidender
Bedeutung waren, er baute auch eine der
bedeutendsten Privatsammlungen auf.
Nachdem
sein Interesse zunächst den alten Meistern galt, vor allem ihrem grafischen
Schaffen (er besaß nahezu das vollständige druckgrafische Werk von
Albrecht Dürer, Francisco de Goya und Rembrandt),
wandte er sich später dem französischen Impressionismus und der Kunst um
1900 zu.
Neben Gemälden von Claude Monet, Alfred Sisley, Auguste Renoir, Gustave Courbet oder Edgar Degas trug er das gesamte druckgrafische Werk von Henri
Toulouse-Lautrec zusammen.
Aus dieser ambitionierten „Sammelleidenschaft“ entstand mit Sachverstand und Expertise ein beeindruckendes Kunst-Spektrum.
Trotz vieler Kriegsverluste konnte Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf den Großteil der Sammlung retten und später (1961) an die beiden Söhne Walther und Dieter Scharf vererben.
Dort wurden sie in die eigenen Sammlungen integriert.
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| Pierre Bonnard, Vase mit Blumen (1933), Öl auf Leinwand, 99,5 x 48,5 cm © The Scharf Collection Foto: Ruland Photodesign |
Nach der Teilung der Sammlung zwischen den
Enkeln knüpften Walther Scharf, dessen Frau Eve und Sohn René an den
französischen Fokus an und ergänzten unter anderem Werke von Claude Monet, Paul
Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso.
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| René und Christiane Scharf. Foto: Anne Orthen |
Heute richten
René Scharf und seine Frau Christiane den Blick auf
zeitgenössische internationale Kunst. Ihr Interesse gilt insbesondere den Erweiterungen des Mediums Malerei
sowie dem Verhältnis von gegenständlichen und abstrakten Bildwelten.
Vor
diesem Hintergrund führen sie die Sammlungstradition der Familie unter anderem mit Werken von Sam Francis, Sean Scully, Daniel
Richter und Katharina Grosse in die Gegenwart.
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| Foto: Anne Orthen |
Diese Ausstellung des Kunstpalastes Düsseldorf vom 12. März bis 16. August 2026 wurde ermöglicht durch eine Kooperation mit der Alten Nationalgalerie (Staatliche Museen) in Berlin.
Kunstpalast
Ehrenhof 4 - 5
D-40479 Düsseldorf
www.kunstpalast.de
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| Foto: Anne Orthen |
Max Liebermann (1847-1935), Bildnis vom Generaldirektor Otto Gerstenberg (1919), Öl auf Leinwand im Format 93 × 73 cm, ERGO Group AG
Henri Matisse (1869 - 1954), Jazz, 1947 Ikarus, (c) The Scharf
Collection, Foto: Henning Krause
Auguste Renoir (1841-1919) Junge Frau mit Blumenhut (1877–1879),
Pastellkreiden auf Papier im Format 47,3 × 42,6 cm © The Scharf Collection, Foto:
Ruland Photodesign
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