Scharf Collection wird im Kunstpalast Düsseldorf noch bis zum 16. August 2026 gezeigt

Monet, Cézanne, Matisse: es gibt kaum einen wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in der viel beachteten Scharf Collection vertreten ist. Die bedeutendste deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus. Mit rund 180 Exponaten  wird die beeindruckende Bandbreite der Sammlung hautnah im Kunstpalast gezeigt, die vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht.
  
 
Eine weitere Möglichkeit einen Teil der Scharf Collection zu erleben, nachdem diese in den vergangenen vier Monaten in Berlin in der Alten Nationalgalerie mit 150 Werken gezeigt wurde.

Engagierte Sammler seit vier Generationen

Bereits in vierter Generation führt sie mit großem Engagament einen Zweig der bedeutenden Berliner Sammlung Otto Gerstenberg (1848 - 1935) weiter. 
 
Der Gründer und Generaldirektor der Victoria-Versicherung Berlin schuf nicht nur zahlreiche neue Versicherungszweige, die für die weitere Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft von entscheidender Bedeutung waren, er baute auch eine der bedeutendsten Privatsammlungen auf. 
 
Nachdem sein Interesse zunächst den alten Meistern galt, vor allem ihrem grafischen Schaffen (er besaß nahezu das vollständige druckgrafische Werk von Albrecht Dürer, Francisco de Goya und Rembrandt), wandte er sich später dem französischen Impressionismus und der Kunst um 1900 zu. 
 
Neben Gemälden von Claude Monet, Alfred Sisley, Auguste Renoir, Gustave Courbet oder Edgar Degas trug er das gesamte druckgrafische Werk von Henri Toulouse-Lautrec zusammen. 

Aus dieser ambitionierten „Sammelleidenschaft“ entstand mit Sachverstand und Expertise ein beeindruckendes Kunst-Spektrum.
 
Trotz vieler Kriegsverluste konnte Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf den Großteil der Sammlung retten und später (1961) an die beiden Söhne Walther und Dieter Scharf vererben.
Dort wurden sie in die eigenen Sammlungen integriert.
 
Pierre Bonnard, Vase mit Blumen (1933), Öl auf Leinwand, 99,5 x 48,5 cm © The Scharf Collection   Foto: Ruland Photodesign

Nach der Teilung der Sammlung zwischen den Enkeln knüpften Walther Scharf, dessen Frau Eve und Sohn René an den französischen Fokus an und ergänzten unter anderem Werke von Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso. 

René und Christiane Scharf.    Foto: Anne Orthen

Heute richten René Scharf und seine Frau Christiane den Blick auf zeitgenössische internationale Kunst. Ihr Interesse gilt insbesondere den Erweiterungen des Mediums Malerei sowie dem Verhältnis von gegenständlichen und abstrakten Bildwelten. 
 
Vor diesem Hintergrund führen sie die Sammlungstradition der Familie unter anderem mit Werken von Sam Francis, Sean Scully, Daniel Richter und Katharina Grosse in die Gegenwart.
 
Foto: Anne Orthen

Diese Ausstellung des Kunstpalastes Düsseldorf vom 12. März bis 16. August 2026 wurde ermöglicht durch eine Kooperation mit der Alten Nationalgalerie (Staatliche Museen) in Berlin.

Kunstpalast
Ehrenhof 4 - 5
D-40479 Düsseldorf
www.kunstpalast.de

Foto: Anne Orthen

Max Liebermann (1847-1935), Bildnis vom Generaldirektor Otto Gerstenberg (1919), Öl auf Leinwand im Format 93 × 73 cm, ERGO Group AG

 Henri Matisse (1869 - 1954), Jazz, 1947 Ikarus,    (c) The Scharf Collection, Foto: Henning Krause
Auguste Renoir (1841-1919) Junge Frau mit Blumenhut (1877–1879), Pastellkreiden auf Papier im Format 47,3 × 42,6 cm    © The Scharf Collection, Foto: Ruland Photodesign


 

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