Mission S als echter Benziner: Porsche bringt oberhalb des 911 ein neues Topmodell mit dafür speziell entwickeltem Mittelmotor

Seine offizielle Weltpremiere feierte der eine neue Baureihe eröffnende Wagen an diesem Donnerstag an einem für Porsche sehr bedeutsamen Ort: einem Pier in Queens, New York. Mit Blick auf die zu jeder Tageszeit faszinierende Skyline von Manhattan.
         von Achim Stahn


Nicht ohne Grund, denn von dort gingen 1953 erste Bilder des damals nagelneuen Porsche 550 Spyder (hallo James Dean) mit Mittelmotor um die Welt. 

Das war der Anfang einer bis heute grandiosen Karriere der Stuttgarter Marke in den USA.


Auch beim Neuen ist die optisch Umsetzung bestens gelungen: der auf den ersten Blick eher puristische Auftriit wirkt kraftvoll und technisch anmutend zugleich. 

Eine interessante Mischung gegen etablierte Konkurrenzmodelle von Lamborghini, Ferrari, McLaren und Co. 
Natürlich auch gegen Neuheiten aus China und anderen Regionen unserer Welt. Die dort bereits mehr oder wenig fertig stehen oder noch kommen werden.

Da der Wagen einen modifizierten Unterboden des 911er nutzt, dürfte die Länge zwischen 4,5 und 4,7 Meter liegen. Kann aber auch etwas mehr sein.

Starttermin und Preis

Wohl 2029 wird dieser Porsche-Supersportwagen auf den Markt kommen. Nicht als Mission S, der Modellname könnte und sollte unserer Meinung nach mit einer 9 beginnen.

Und was könnte so einer kosten?
Von einer halben Million Dollar wurde bei der Premiere in New York immer wieder als preisliche Ziellinie gemunkelt.

Die Premiere in bunten Bildern:

Geschickt spielte das Team um den noch relativ frischen Designchef Tobias Sühlmann (war vorher bei McLaren) hier und dort mit der Markengeschichte, erinnert an legendäre Modelle.

Hier einige Beispiele:
- Na klar, die runden Scheinwerfer plus markante Kotflügel würdigen den 911. 
- In die Lichtgrafik übergehenden Fugen zitieren das G-Modell. 
- Die flache Front erinnert an den GT1, das Car-in-Car-Konzept am Heck ebenfalls
- die dynamische Dachlinie unter dem Heckflügel kommt einem vom 959 bekannt vor.

Eine Prise 918 Spyder ist auch noch dabei:



Zu den technischen Daten gibt es keine Angaben, doch Porsche hat endlich (!) begriffen wie seine Käufer ticken, was sie heute wirklich wollen. 
Daher werden es beim Antrieb auf jeden Fall Benzinmotoren sein. 

Wohl kommt er mit elektrifizierten sechs Zylindern, vielleicht auch mit mehr, denn der Platz für Achtzylinder und Größeres ist vorhanden. 

Außerdem lässt sich für so etwas natürlich viiiiel mehr Geld verlangen.


Auch in Innenraum setzt der Mission S klar sichtbar auf Purismus und eine fahrerorientierte Ergonomie.

Daher sucht man hier ein sonst mittig im Armaturenbrett angebrachtes und mehr oder weniger großes Multimediadisplay vergeblich.


Stattdessen kann auf Wunsch das eigene Smartphone alle für einen wichtigen und sonstigen Helfer übertragen.

Dieser Trend war schon länger vor allem bei teuren Sportwagen auch von unsere Redaktion voraussehbar.

Das Bedienkonzept im Cockpit mischt hier analoge und sehr zurückhaltend digitale Elemente.
Dort sitzen direkt im Blickfeld des Fahrers fünf Rundinstrumente. 

Mittig zeigt der analoge und bis 8.000 U/min reichende Drehzahlmesser seine Motordaten. Er fährt im "Track"-Modus empor.

Die anderen Instrumente sind je nach gewähltem Fahrmodus auf der Displayebene variiert angeordnet.

Natürlich wartet das Zündschloss auch bei diesem Modell gewohnt links vom Lenkrad. Um dort einen echten Schlüssel reinzustecken.

Das hat uns ebenfalls gut gefallen: Gleichteile mit der Großserie sucht man im Mission S vergebens. Alles wurde neu entwickelt.



Vier recht auffällige Endrohre am Heck zeigen es klar und deutlich: vollelektrisch wird die nächste Serien-Baureihe nicht vom Band rollen.
Jedenfalls nicht zum Anfang.

Denn solche Modelle sind aktuell wegen zu geringer Nachfrage Unsinn. Die will so gut wie keiner, Geld lässt sich damit aktuell auch nicht verdienen. 
Wahrscheinlich nie.







Dedicated to our english readers

The mid-engine Mission S provides a glimpse of the ideas and design features that should shape Porsche in the coming years.

This car represents a mid-engined super sports car platform positioned above the 911 – not as a one-off hypercar, but as a permanent and versatile addition,


The Porsche Mission S celebrates its world premiere this week at a location of historical significance to the company: a pier in Queens, New York, with a view of the Manhattan skyline. 

The first pictures of the mid-engined Porsche 550 Spyder on this very pier made their way around the world in 1953. As the brand's first super sports car, this car is still regarded today as having defined the company's identity. 

At the same time, it laid an important foundation for Porsche to become popular and successful in the US. 


By choosing this location, Porsche is emphasizing the importance of its history for the future of design and brand – a claim that is also reflected in the Mission S.

This concept car combines futuristic styling with design elements inspired by legendary models including the Porsche 911, 911 GT1, 959, 917 and 928. 

Its low-slung body, muscular fenders, round headlights and integrated active rear wing emphasize performance and aerodynamics while preserving classic Porsche DNA.


Inside, the interior prioritizes driver engagement over big sized touchscreens. 

Five circular instruments sit behind the steering wheel, featuring an analogue rev counter that moves closer to the driver depending on the selected driving mode.

Porsche has deliberately chosen not to include a permanently integrated center display or a fixed passenger display in the dashboard. 

Instead, a retractable smartphone system compatible with MagSafe technology has been designed for use as needed.
A smartphone can serve as a navigation or information display if desired.


Porsche has not yet announced engine specifications, horsepower figures, pricing or a release date. 

But the Porsche Mission S is offering an exciting preview of a new high-performance sports car lineup beyond the 911.

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