Ende Januar lud Land Rover europäische
Journalisten, Blogger und Youtuber in das Land Rover Experience Center
bei Wülfrath in der Nähe von Düsseldorf ein. Auch wir waren mit dabei.
Grund: die als Camel Trophy in den 80ern und 90ern weltweit bekannte
gewordene Allradrallye wird 2026 wiederbelebt als Defender Trophy.
von Gerolf Ermisch
Die einst vom Kreativen Thomas Wulfes in der Düsseldorfer Werbeagentur Team/BBDO erdachte erste legendäre Abenteuerrallye fand 1980 statt.
Damals erkundeten drei Teams mit Jeeps das Amazonasbecken.
Die britische
Marke Land Rover stellte schon ab der zweiten Auflage 1981 mit dem Range Rover die
Einsatzfahrzeuge.
Fortan kämpften sich Teams aus Abenteuerlustigen bis
einschließlich 2000 auf mehreren langen Routen
durch unwegsames Gelände an den abgelegensten Orten der Welt.
So führten die
Trophys die Teilnehmer unter Hilfestellung von Profis nach Sumatra,
Papua-Neuguinea, Zaire, Brasilien, Australien, Amazonas, Sibirien, Peru und
viele weitere Destinationen.
Unser Redaktionskollege Achim Stahn war 1995 selbst bei
der Mundo Maya dabei.
Zusammen mit Dag Rogge, Offroad-Urgestein und Leiter der Land Rover Experience
Tour.
Sie
durchquerten Mexico, Guatemala, Belize und angrenzende Länder, schliefen
im Zelt auf dem Land Rover als Schutz vor wilden Tieren und Skorpionen,
entdeckten bislang noch unbekannte Maya-Tempel – ein unvergessliches
Erlebnis.
Darum geht es jetzt ...
In
diesem Jahr soll das Abenteuer weitergehen, jetzt als Defender Trophy
in Südafrika. Dafür werden aktuell weltweit Kandidaten gesucht.
Als Team
steht man vor kniffligen Aufgaben, wie z.B. einer Flussüberquerung auf
dem selbstgebauten Floß aus Holzstämmen.
Daneben gibt es Rätsel zu lösen, müssen Aufträge erfüllt werden, die sich nur als Team erledigen lassen.
Das Konzept ist eine einzigartige Kombination aus Abenteuer, Expedition und Wettkampf.
Für so etwas ist natürlich nur das in jeder Hinsicht fähigste Fahrzeug der perfekte Begleiter.
Besser als das Urgestein Defender ist dafür kein anderes Serienfahrzeug geeignet.
Mehr
als 10.000 Offroad-Fans haben sich bereits weltweit angemeldet, noch
bis zum 10. April 2026 ist die Homepage zur Bewerbung offen:
Die
Ausgewählten zeigen ihr Können auf Qualifikationswettkämpfen im Monat
Juni in Spanien, die Finalisten starten im Oktober und November 2026 in
Südafrika auf der eigentlichen Trophy.
Die Fahrzeuge ...
Gefahren wird diese Offroad-Tour mit der mittellangen Version des Klassikers, dem Defender 110 Trophy Edition.
Angetrieben
wird der von einem drei Liter großen Sechszylinder-Diesel mit
Mildhybrid-Technologie. Mit 350 PS und 700 Nm Drehmoment hat er keine
Probleme überall durchzukommen.
Extra-Tipp:
Wer selbst so ein Fahrzeug haben will: gibts beim Händler für 103.100 Euro.
Ende des Jahres startet die Defender Trophy, unsere
Redaktion konnte sich mit anderen Motorexperten ein erstes Bild vom Fahrzeug
und den Aufgaben machen.Fotos:
Nick Dimblebly
Wir konnten den Offroader auf dem
Gelände des Land Rover Experience Center selber ausprobieren, den Briten
steilste Hügel hochjagen, 90 Prozent Gefälle herunterfahren und die
Achsen bis zum Maximum verschränken.
Hautnah erfuhren wir so, was er bei
der Trophy in Afrika so alles mitmachen muss und was er leisten kann.
Danach
ging es für uns ans Eingemachte, also an einige der Aufgaben, die auch
die Teilnehmer der Trophy Ende des Jahres in Südafrika erwarten.
Die Aufgaben ...
So
mussten z.B. beide Teammitglieder in je einem Defender eine dreiteilige
Pyramide mittels mit den Fahrzeugen verbundener Seile von einem Punkt
zum anderen bewegen.
Hier war vorsichtiges Vor- und Zurückfahren
angesagt, wobei die Instruktoren kräftig halfen. Sieger war, wer diese
Aufgabe am schnellsten meisterte.
Das unterstrich den Teamgeist,
der vor allem in der Wildnis unbedingt gelebt werden muss. Daneben
sorgen solche kniffligen Aufgaben dafür, das Fahrverhalten besser zu
verstehen. Ein sensibler Gasfuß war hier wichtig.
Teamwork zählt: Nachdem das Tau zwischen zwei Defender
mithilfe von Tripods gespannt war, konnten Gerolf Ermisch (rechts) und sein Teamkollege verschiedene Güter schnell und
einfach über den Fluss transportieren.
Neben
weiteren Aufgaben ging es zum Schluss darum, Material von einer Seite
des Flusses zur anderen zu transportieren.
Und das ging so:
- auf beiden Seiten wurde je ein Defender positioniert
- das Teammitglied mit dem besten Wurfarm warf ein Gewicht auf die andere Uferseite
- an dem war ein dünnes Seil gebunden
- daran wurde dort ein kräftiges Tau befestigt
- dies wurde mittels des dünnen Seils wieder zur anderen Seite rübergezogen
- auf zwei selbstgebaute Dreibeine (Tripods) wurde das
Tau gelegt
- dessen Enden kamen dann an die Abschlepphaken der
beiden Defender
- durch Rückwärtsfahren wurde das Tau über die Tripods
gespannt.
So
war es erstaunlich einfach möglich, schwerere Gegenstände, von der
einen zur anderen Flussseite hin- und herzuziehen, zum Beispiel einen
Ersatzreifen.
Auch bei dieser Übung war der praktische Nutzen für die reale anstehende Trophy zweifelsfrei zu erkennen.
Ein erster Eindruck von der Trophy im Film:
Hier
einige Impressionen von der Defender Trophy in Südafrika, die während
einiger Vorabtouren auch dort entstanden. Ein Ur-Defender war ebenfalls
mit dabei.
Dedicated to our english readers
For more than seven decades Defender has been the vehicle of choice of the intrepid and the pioneer. Defender Trophy is searching for a new breed of adventurers ready to embrace their impossible.
This Trophy challenges the chosen few to explore their physical,
emotional, and mental limits. Facing harsh outdoor environments, teams
must conquer a series of driving, engineering, navigational and physical
challenges, thrilling adventures.
The competition began with a local
application and selection process, followed by intense qualification
events, culminating in the Global Final in October 2026 in South Africa.
At the Global Final, competitors will work with TUSK, unleashing their skills to drive impactful conservation efforts.
A short view: the history of Defender Trophy
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