Es geht wieder los: für die Defender Trophy werden noch bis zum 10. April Teilnehmer gesucht, die Ende 2026 nach Südafrika fliegen

Ende Januar lud Land Rover europäische Journalisten, Blogger und You­tuber in das Land Rover Experience Center bei Wülfrath in der Nähe von Düsseldorf ein. Auch wir waren mit dabei. Grund: die als Camel Trophy in den 80ern und 90ern weltweit bekannte gewordene Allradrallye wird 2026 wiederbelebt als Defender Trophy. 
    von Gerolf Ermisch
 
 
Die einst vom Kreativen Thomas Wulfes in der Düsseldorfer Werbeagentur Team/BBDO erdachte erste legendäre Abenteuerrallye fand 1980 statt. 

Damals erkundeten drei Teams mit Jeeps das Amazonasbecken.  
Die britische Marke Land Rover stellte schon ab der zweiten Auflage 1981 mit dem Range Rover die Einsatzfahrzeuge. 

 

Fortan kämpften sich Teams aus Abenteuerlustigen bis einschließlich 2000 auf mehreren langen Routen durch unwegsames Gelände an den abgelegensten Orten der Welt. 
So führten die Trophys die Teilnehmer unter Hilfestellung von Profis nach Sumatra, Papua-Neuguinea, Zaire, Brasilien, Australien, Amazonas, Sibirien, Peru und viele weitere Destinationen. 
 
Unser Redaktionskollege Achim Stahn war 1995 selbst bei der Mundo Maya dabei. 
Zusammen mit Dag Rogge, Offroad-Urgestein und Leiter der Land Rover Experience Tour. 

Sie durchquerten Mexico, Guatemala, Belize und angrenzende Länder, schliefen im Zelt auf dem Land Rover als Schutz vor wilden Tieren und Skorpionen, entdeckten bislang noch unbekannte Maya-Tempel – ein unvergessliches Erlebnis.
 

Darum geht es jetzt ... 

In diesem Jahr soll das Abenteuer weitergehen, jetzt als Defender Trophy in Südafrika. Dafür werden aktuell weltweit Kandidaten gesucht. 

Als Team steht man vor kniffligen Aufgaben, wie z.B. einer Flussüberquerung auf dem selbstgebauten Floß aus Holzstämmen. 

Daneben gibt es Rätsel zu lösen, müssen Aufträge erfüllt werden, die sich nur als Team erledigen lassen.
Das Konzept ist eine einzigartige Kombination aus Abenteuer, Expedition und Wettkampf. 

Für so etwas ist natürlich nur das in jeder Hinsicht fähigste Fahrzeug der perfekte Begleiter. 
Besser als das Urgestein Defender ist dafür kein anderes Serienfahrzeug geeignet. 
 

Mehr als 10.000 Offroad-Fans haben sich bereits weltweit angemeldet, noch bis zum 10. April 2026 ist die Homepage zur Bewerbung offen:

www.landrover.de/defender-world/purpose/defender-trophy 

Die Ausgewählten zeigen ihr Können auf Qualifikationswettkämpfen im Monat Juni in Spanien, die Finalisten starten im Oktober und November 2026 in Südafrika auf der eigentlichen Trophy. 

Die Fahrzeuge ... 

Gefahren wird diese Offroad-Tour mit der mittellangen Version des Klassikers, dem Defender 110 Trophy Edition. 

Angetrieben wird der von einem drei Liter großen Sechszylinder-Diesel mit Mildhybrid-Technologie. Mit 350 PS und 700 Nm Drehmoment hat er keine Probleme überall durchzukommen. 
 
Extra-Tipp:
Wer selbst so ein Fahrzeug haben will: gibts beim Händler für 103.100 Euro.
 

Ende des Jahres startet die Defender Trophy, unsere Redaktion konnte sich mit anderen Motorexperten ein erstes Bild vom Fahrzeug und den Aufgaben machen.              Fotos: Nick Dimblebly

Wir konnten den Offroader auf dem Gelände des Land Rover Experience Center selber ausprobieren, den Briten steilste Hügel hochjagen, 90 Prozent Gefälle herunterfahren und die Achsen bis zum Maximum verschränken. 

Hautnah erfuhren wir so, was er bei der Trophy in Afrika so alles mitmachen muss und was er leisten kann.

Danach ging es für uns ans Eingemachte, also an einige der Aufgaben, die auch die Teilnehmer der Trophy Ende des Jahres in Südafrika erwarten. 

Die Aufgaben ... 

So mussten z.B. beide Teammitglieder in je einem Defender eine dreiteilige Pyramide mittels mit den Fahrzeugen verbundener Seile von einem Punkt zum anderen bewegen. 

Hier war vorsichtiges Vor- und Zurückfahren angesagt, wobei die Instruktoren kräftig halfen. Sieger war, wer diese Aufgabe am schnellsten meisterte.

Das unterstrich den Teamgeist, der vor allem in der Wildnis unbedingt gelebt werden muss. Daneben sorgen solche kniffligen Aufgaben dafür, das Fahrverhalten besser zu verstehen. Ein sensibler Gasfuß war hier wichtig. 

Teamwork zählt: Nachdem das Tau zwischen zwei Defender mithilfe von Tripods gespannt war, konnten Gerolf Ermisch (rechts) und sein Teamkollege verschiedene Güter schnell und einfach über den Fluss transportieren.

 
Neben weiteren Aufgaben ging es zum Schluss darum, Material von einer Seite des Flusses zur anderen zu transportieren. 
Und das ging so:
- auf beiden Seiten wurde je ein Defender positioniert
- das Teammitglied mit dem besten Wurfarm warf ein Gewicht auf die andere Uferseite
- an dem war ein dünnes Seil gebunden
- daran wurde dort ein kräftiges Tau befestigt
- dies wurde mittels des dünnen Seils wieder zur anderen Seite rübergezogen
- auf zwei selbstgebaute Dreibeine (Tripods) wurde das Tau gelegt
- dessen Enden kamen dann an die Abschlepphaken der beiden Defender
- durch Rückwärtsfahren wurde das Tau über die Tripods gespannt.  

So war es erstaunlich einfach möglich, schwerere Gegenstände, von der einen zur anderen Flussseite hin- und herzuziehen, zum Beispiel einen Ersatzreifen.

Auch bei dieser Übung war der praktische Nutzen für die reale anstehende Trophy zweifelsfrei zu erkennen.
 


Ein erster Eindruck von der Trophy im Film:

Hier einige Impressionen von der Defender Trophy in Südafrika, die während einiger Vorabtouren auch dort entstanden. Ein Ur-Defender war ebenfalls mit dabei.






Dedicated to our english readers

For more than seven decades Defender has been the vehicle of choice of the intrepid and the pioneer. Defender Trophy is searching for a new breed of adventurers ready to embrace their impossible. 

This Trophy challenges the chosen few to explore their physical, emotional, and mental limits. Facing harsh outdoor environments, teams must conquer a series of driving, engineering, navigational and physical challenges, thrilling adventures.

The competition began with a local application and selection process, followed by intense qualification events, culminating in the Global Final in October 2026 in South Africa.

At the Global Final, competitors will work with TUSK, unleashing their skills to drive impactful conservation efforts.

A short view: the history of Defender Trophy 


 


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