Es gibt Autos, die sind so gut, dass andere Hersteller alles dransetzen sie zu verhindern

Der Tucker ’48 aus dem Jahr 1948 war in seiner Welt bahnbrechend, radikal neu in vielen Bereichen und das einzige Modell des amerikanischen Automobilherstellers Tucker Corporation. Offiziell war es nach dem Baujahr benannt. In den Werbemaßnahmen war oft von Tucker Torpedo zu lesen, doch kein Auto rollte unter diesem Namen aus den Werkstoren in Chicago.
      von Achim Stahn  
 

Mit seinen für damalige Zeiten ungewöhnlichen Ideen griff Preston Tucker natürlich die dortigen Platzhirsche Ford, Chrysler und General Motors frontal an, was die zum Handeln veranlasste. Unseriös, unter anderem verweigerten die Zulieferfirmen von Tucker auf deren Druck die Belieferung.

Die von Alex Tremulis designte Karosserie unterschied sich drastisch von damals gewohnten Formen. 

Sensationell für jene Zeiten waren der Luftwiderstandsbeiwert (0,27), die Sicherheitseinrichtungen (Sicherheitsglas, Sicherheitsgurte, Scheibenbremsen, gepolstertes Armaturenbrett), das mitlenkende Kurvenlicht saß mittig in der Front. 

Dieser Tucker 48 wurde 2016 in Monaco von RM Sotheby's für über 1.3 Millionen Euro versteigert.     Foto: RM Sotheby's

Der Sechszylinder-Boxermotor mit Benzineinspritzung war im Heck montiert, hatte 5,5 Liter Hubraum und brachte es auf 167 PS. 

Die Tucker-Story war so ungewöhnlich, dass sie 1988 sogar mit dem Titel „Ein Mann und sein Traumauto“ („The Man and his Dream“) ins Kino kam. 
Topregisseur Francis Ford Coppola war schon als Achtjähriger ein großer Tucker-Fan, als das erste Geld in seine Kassen gespült wurde, kaufte er sich einen. 
Später verfilmte er die superspannende Geschichte mit Jeff Bridges in der Hauptrolle.
 
Nur 51 Exemplare wurden produziert, 47 haben bis heute überlebt. 
Inzwischen sind die Wagen heiß begehrt, Sotheby´s versteigerte bereits einige zu absoluten Höchstpreisen. Zum Beispiel 2018 einen in Monterey für 1.820.000 Dollar.
Für den hier gezeigten Tucker 48 erzielte Sotheby´s 2026 in Monaco 1.344.000 Euro. 
 
In diesem Film wird das Auto genau erklärt:
 

Dedicated to our english readers

In 1948, one man built the most advanced car in America — Chrysler, Ford and GM shut him down before anyone could buy one.

The Tucker 48 had a windshield designed to eject on impact, a padded dashboard built to absorb a crash, and a headlight that physically tracked the road. Preston Tucker had 183,000 reservations. The largest manufacturing floor in the world was already running.

Then came the federal investigation. The Senate hearings. The seized factory.

Fifty-one cars were built. Forty-seven survive today — each worth three million dollars.

This is the story of the car Detroit was terrified of, and the two decades it took for its ideas to become the law.
 
https://rmsothebys.com


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