Wer etwas besonderes für den Alltag und beruflich mit Allrad sucht, ist schon immer bei der britischen Marke Land Rover bestens aufgehoben. Auch wer etwas ganz besonderes haben will. Der Defender Octa ist so ein Individualist, sogar ein außergewöhnlich sportlicher.
Den
Defender gibt es mit vielen Motorisierungen, als
Benziner, Diesel und Hybridvariante.
Und dann gibt es noch den betont
sportlich aufgestellten Octa. In ihm steckt der feurige Motor
aus dem BMW M5.
Mit
seiner Standardhöhe von 1,99 Metern, die sich dank Luftfahrwerk bis auf
2,07 Meter erweitern lässt, toppt der Defender Octa andere große
Offroad-Exemplare wie die Mercedes-Benz G-Klasse oder den Toyota Land
Cruiser deutlich.
Diesen imposanten Briten hatten wir zwei Wochen
bei uns, berichten hier, wie er sich so im Stadtverkehr, auf
Landstraßen, Autobahnen und abseits befestigter Wege anfühlte.

Nicht zu übersehen ...
Beim
ersten Blick fällt einem eventuell der Werbespruch eines bekannten
Reifenherstellers ein: „schwarz, breit, stark“.
Der passt hier wie die
Faust aufs Auge. Unser Testwagen kam als Octa Black mit vielen
tiefschwarzen Elementen, die ihn noch imposanter erscheinen lassen.
Außer
an den beiden Octa-Emblemen hinter den C-Säulen ist er von außen unter
anderem an den vier Auspuff-Endrohren als Topmodell der Baureihe zu
erkennen.
Extra ausgestellte Radhäuser, eindringlicher LED-Blick,
breite Karosse und Geländebereifung lassen ihn massiv wirken.
Bei fünf
Meter Länge und knapp über drei Meter Radstand wirkt er
wohlproportioniert, geringe Überhänge lassen seinen eigentlichen
Einsatzzweck erkennen.
Innen
zeigt er sich mit einer Mischung aus Moderne, funktioneller Robustheit
und Eleganz. Neben dem digitalen Tachomonitor werden die
Fahrzeugfunktionen über den 13,1 Zoll großen Zentralbildschirm
gesteuert.
Zusätzlich bietet das hochauflösende Head-up-Display allerlei
Informationen direkt im Sichtfeld des Fahrers.
Im
Fond gibt es reichlich Platz für bis zu drei Passagiere, wobei der
bauartbedingt hohe Boden mit einem nur gering aufbauenden Mitteltunnel
auskommt, was den Durchstieg erleichtert.
Üppig bestückt ...
Als
Topmodell der Baureihe kostet der Octa mindestens 187.600 Euro.
Unser
Testwagen kam in der Ausstattung Octa Black, für die Land Rover
mindestens 200.700 Euro verlangt, erwartbar vollausgestattet.
Vorne
wie hinten gibt es Sitzheizung und Sitzlüftung, separate
Klimatisierung und je zwei USB-C-Anschlüsse. Das Smartphone wird
induktiv geladen und via Apple CarPlay oder Android Auto kabellos mit
dem Infotainmentsystem verbunden.
Ein grandioses Audiosystem von
Meridian (700 Watt) verwöhnt die Passagiere, Fahrer und Beifahrer
spüren den Sound sogar mit Body and Soul-Sitzen in Semi-Anilin-Leder
durch leichte Vibrationen im Lendenwirbelbereich auch körperlich.
Das
360 Grad-Kamerasystem bietet die Sicht aus der Vogelperspektive, eine
Kamera zeigt die Umgebung unter dem Vorderwagen, was im Gelände
ungemein hilfreich ist.
Gerade wenn man eine Kuppe überqueren und dann
bergab in unbekanntes Terrain fahren muss.
Der
große Brite bietet auch viel Raum für das Gepäck. Zwischen 972 und
2.277 Liter Ladevolumen verstecken sich hinter der seitlich
angeschlagenen Hecktür. Bis zu 3,5 Tonnen ziehen kann er ebenfalls.
Sportwagen & Kraxler ...
Zwei
Schrittmacher in Form von Turboladern treiben den 4,4 Liter großen
Achtylinder unter der Haube des stärksten Serien-Defender aller Zeiten
an.
Sie bringen ihn auf beeindruckende 635 PS und 750 Newtonmeter Drehmoment ab 1.800 Umdrehungen pro Minute.
So spurtet der immerhin 2,5 Tonnen schwere Offroader in vier Sekunden auf 100 und auf Wunsch problemlos weiter bis 250 km/h.
Wird
der so genannte „Octa-Modus” aktiviert, wird das Fahrverhalten auf
einen Schlag aggressiver, brummt die Auspuffanlage noch kerniger,
reagiert das Gaspedal noch schneller.
Dabei
wirkt der Octa recht leichtfüßig, denn er wird noch von einem E-Motor
unterstützt.
Die Kraft von Verbrenner und E-Antrieb im
Mild-Hybridverbund, die durch eine Achtgang-Automatik auf die Straße
gebracht wird, entfaltet sich dabei sehr gleichmäßig.
Der Verbrauch
Hält man sich mit dem Gasfuß zurück, soll es der Octa laut WLTP auf 13,2 Liter Super auf 100 Kilometer bringen (CO2: 298 g/km).
Wir notierten nach vierzehn abwechslungsreichen Testtagen mit vielen flotten Passagen einen Schnitt von 16,5 Liter.
Auf
der Autobahn verbrauchen wir bei ruhiger Gangart im Schnitt meist unter
12 Liter, innerorts schoss der Wert jedoch massiv in die Höhe.
Vor allem da macht sich das hohe Gewicht von 2,6 Tonnen bemerkbar.
Immerhin begnügt sich das Hochleistungsaggregat anstatt mit Super Plus auch mit Super E10.
Abseits befestiger Wege …
Entsprechend
der jahrzehntelang bewährten Gene des Defender hat der Octa nichts
dagegen, auch grobes Gelände, enorm tiefe Schlaglöcher, enorme
Steigungen oder abenteuerliche Geröllhalden unter die Stollen zu
nehmen.
Sperren
vorne wie hinten, Luftfahrwerk mit hydraulisch verbundenen Dämpfern,
viele Offroad-Anzeigen und Offroad-Modis sorgen dafür, dass er sowohl
hohes Tempo auf der Straße und Verschränkungen im Gelände jederzeit
souverän meistert.
Wattfahren bis zu einem Meter Wassertiefe ebenfalls.
Die gigantischen Dimensionen machen es allerdings schwer einen Parkplatz zu finden.
Auch bei der Einfahrt ins Parkhaus muss man stets Dachhöhe oder die
Außenspiegel im Auge haben.
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| Foto: Achim Stahn |
Dedicated to our english readers
The Octa’s name is inspired by diamonds (so called because of their octahedral shape), because this model sets out to be the toughest and sharpest Defender variant yet.
Unlike the ordinary Defender V8, which makes use of JLR’s now-discontinued supercharged 5-litre engine, the Octa features a BMW-derived
4.4-litre twin-turbocharged mild-hybrid unit, producing 626 bhp and
553 lb ft of torque (590 lb ft in launch mode) to make it the most
powerful factory Defender to date.
Its output is identical to its Range Rover Sport SV relative.
Performance is predictably brisk, with 0-60 mph said to come in 3.8sec
and top speed at 155 mph when equipped with the lightweight 22-inch
wheels and all-season tyres.
The transmission is the same eight-speed
unit as before, featuring high- and low-range ratios.
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