Dieses Rennen findet zu Ehren von Michael Schumacher statt, der hier vor 30 Jahren Ferrari wieder auf die Siegerlisten brachte. Wir zeigen auch diesmal tolle Fotos von der Vorbereitung, den Tests, was so hinter den Kulissen alles passiert.
von Achim Stahn
Monza ist ein ganz besonderer Austragungsort. Die Rennstrecke ist reich an Motorsportgeschichte, hat eine einzigartige Atmosphäre, die man sonst nirgendwo findet.
Monza ist ein ganz besonderer Austragungsort. Die Rennstrecke ist reich an Motorsportgeschichte, hat eine einzigartige Atmosphäre, die man sonst nirgendwo findet.
Schumacher-Sieg vor 30 Jahren
Einer der Helden dieser Strecke ist Michael Schumacher, der an diesem Wochenende tüchtig gefeiert wird.
Vor allen natürlich durch Ferrari.
Auch eine spezielle Retro-Lackierung der Rennwagen auf Basis des Ferrari F310 aus dem Jahr 1996 und spezielle Rennbekleidung der Fahrer gehören dazu.
Mit dem F310 fuhr Schumacher seine ersten drei Siege für die Roten ein (Spanien, Belgien, Italien).
Am 8. September 1996 holte sich „Schumi“ mit ihm seinen ersten Podiiumsplatz 1 in Monza.
Der Beginn einer erfolgreichen Story,
1998, 2000, 2003 und 2006 stand er dort ebenfalls ganz oben auf dem Siegerpodest.
Der Zeitplan
Das Qualifying ist am Samstag von 16:00 bis 17:00 Uhr, das Renn selbst beginnt am Sonntag um 15:00 Uhr.
Wieder aus erster Quelle
Auch diesmal gibt uns Toto Wolff, Chef vom Mercedes AMG Petronas F1 Team, jede Menge Insider-Informationen direkt aus den Quellen der Königsklasse im Motorsport.Erklärt auch die Rennstrecke im Detail mit allen Daten und Fakten, die sonst eigentlich nur das Team selbst nutzt.
Toto Wolff zum GP in Monza
Dadurch wiegen Fehler umso mehr. Zwar haben wir uns in beiden Weltmeisterschaften eine starke Ausgangsposition verschafft, doch macht sich in unserem Team niemand Illusionen darüber, wie schwierig die nächsten Rennen werden.
Für uns beginnt Monza mit einer Herausforderung. Kimi erhält eine Strafe für den Einsatz einer neuen Power Unit und muss deshalb vom Ende des Feldes starten. Das ist enttäuschend für ihn und die Fans, die ihn bei seinem Heimrennen ganz vorne kämpfen sehen wollen.
Für uns beginnt Monza mit einer Herausforderung. Kimi erhält eine Strafe für den Einsatz einer neuen Power Unit und muss deshalb vom Ende des Feldes starten. Das ist enttäuschend für ihn und die Fans, die ihn bei seinem Heimrennen ganz vorne kämpfen sehen wollen.
Aber in unserem Sport werden keine Sentimentalitäten belohnt. Wenn man Entscheidungen im Sinne des WM-Kampfes trifft, muss man manchmal einen kurzfristigen Preis dafür zahlen.
Unser Ziel ist nun klar: Wir wollen so viele Plätze wie möglich gutmachen und die Punkteausbeute maximieren. George kommt mit viel Rückenwind nach Monza und wird versuchen, sich vom Beginn des Wochenendes an fest im Kampf zu etablieren.
Monza bietet nur geringe Möglichkeiten zur Energierückgewinnung. Während eines Großteils der Runde wird die Power Unit maximal gefordert und es gibt kaum Gelegenheiten, die Batterie wieder aufzuladen.
Monza bietet nur geringe Möglichkeiten zur Energierückgewinnung. Während eines Großteils der Runde wird die Power Unit maximal gefordert und es gibt kaum Gelegenheiten, die Batterie wieder aufzuladen.
Unter dem aktuellen Reglement führt das zu Kompromissen, die sorgfältig gemanagt werden müssen. Das ist eine interessante Herausforderung, die wahrscheinlich zu einem spannenden Wochenende führen wird.
Zahlen & Fakten: Grand Prix Monza
* Aufgrund der High-Speed-Streckencharakteristik gehört der Große Preis von Italien in Monza oft zu den kürzesten Rennen des Jahres. Wenn das Rennen ohne Unterbrechungen verläuft, dauert es vom Start bis zur Zielflagge in der Regel etwa eine Stunde und 15 Minuten.
* Monza kann sich auch als eines der heißesten Rennen der Saison erweisen, mit Durchschnittstemperatur von 28,2 °C und einer Höchsttemperatur von 31,3 °C.
* Der Große Preis von Italien ist der einzige Grand Prix, der seit 1950 in jedem Jahr im Rennkalender stand.
* Keine Rennstrecke in der F1-Geschichte hat mehr Grand Prix ausgetragen als Monza.
* Mercedes hat beim Großen Preis von Italien sieben Siege verbucht: zwei mit Juan Manuel Fangio (1954, 1955), vier mit Lewis Hamilton und einen mit Nico Rosberg.
* 2021 fand in Monza ein F1-Sprintrennen statt, das Valtteri Bottas gewann.
* George Russel gewann in Monza sowohl in der GP3 (2017) als auch in der Formel 2 (2018).
* Kimi Antonelli gewann in Monza 2022 in der italienischen F4 und 2023 in der FRECA
* Keine Rennstrecke in der F1-Geschichte hat mehr Grand Prix ausgetragen als Monza.
* Mercedes hat beim Großen Preis von Italien sieben Siege verbucht: zwei mit Juan Manuel Fangio (1954, 1955), vier mit Lewis Hamilton und einen mit Nico Rosberg.
* 2021 fand in Monza ein F1-Sprintrennen statt, das Valtteri Bottas gewann.
* George Russel gewann in Monza sowohl in der GP3 (2017) als auch in der Formel 2 (2018).
* Kimi Antonelli gewann in Monza 2022 in der italienischen F4 und 2023 in der FRECA
Ferrari ehrt Schumi in Monza
Das Formel-1-Wochenende in Monza steht am Samstag und Sonntag ganz im Zeichen von Michael Schumacher. Fünf seiner sieben WM-Titel gewann er mit der Scuderia.
In der Pressemitteilung zum GP in Monza schreibt Ferrari:
„Bei Michaels Zeit in der Scuderia ging es um weit mehr als nur Siege und Titel. Sein unermüdliches Streben nach Perfektion, seine Liebe zum Detail, seine Disziplin und seine Fähigkeit, ein echter Teamplayer zu sein, trugen dazu bei, eine Kultur zu schaffen, die bei uns zu einem der prägenden Merkmale wurde. Auch 30 Jahre später ist das weiter ein fester Bestandteil der Art und Weise, wie das Team an jedes Rennen herangeht.“
Zu Ehren von Michael Schumacher wurden die Ferrari-Rennwagen mit einer speziellen Lackierung versehen. Auch sein persönliches Logo ist auf der Motorenabdeckung zu sehen.
Lust auf mehr? Hier ist das Rennen Monza 1996 in voller Länge mit italienischen Kommentaren:
Dedicated to our english readers
On 8 September 1996, the German champion took his first Italian Grand Prix win at the wheel of a Ferrari, the F310, beginning a story that would see him triumph a further four times at the Brianza circuit, in 1998, 2000, 2003 and 2006.
To celebrate the anniversary, the race cars of Ferrari drivers Charles Leclerc and Lewis Hamilton will take to the track in a special retro livery.
Temple of Speed
Inaugurated in 1922, the Autodromo Nazionale Monza is one of the oldest circuits still on the calendar and has hosted the Italian Grand Prix in every season of the Formula 1 World Championship with the exception of 1980, when the race was held at Imola.
Its 5.793 kilometres retain a unique character within the championship: long straights, extremely high speeds and relatively few corners, almost all of which have become part of the history of the sport.
From the Variante della Roggia to the two Lesmo corners and the Variante Ascari, through to the Curva Alboreto – once known simply as the Parabolica – leading back onto the main straight, every section contributes to making Monza a challenge unlike any other on the calendar.
New challenges
With the new generation of cars introduced in 2026, the traditional quest for aerodynamic efficiency takes on different characteristics.
Active aero allows drag to be reduced on the straights through Straight Mode, before the wings return to a configuration providing greater downforce for the corners.
Energy management will be equally important.
The long straights will put the 2026 power units to the test, with the electrical component playing a much greater role than in the previous generation.
Recovering and making the best possible use of the available energy will therefore be one of the key factors over the weekend, both over a single lap and across the race distance.
Braking stability and traction remain just as important as ever. Monza features some of the most demanding deceleration zones of the season, starting with the braking zone for the first chicane at the end of the main straight.
At the same time, getting a strong exit from the chicanes and the Lesmo corners is essential to carry as much speed as possible onto the long sections that follow.
Strategy and traffic
The circuit layout has often made it possible to complete the Grand Prix with a single pit stop, but tyre management and the track conditions observed during free practice will be decisive in determining the most effective strategy.
With this year’s cars, energy management during on-track battles will also play an important role.
Overtake Mode allows a driver who is within one second of the car ahead at the detection point to access additional electrical power on the following lap, an opportunity that could prove particularly significant on Monza’s long straights.
Traffic in qualifying will be another variable to manage. On a circuit where slipstream can have a significant effect on lap time, finding the ideal position relative to the other cars can provide an advantage.
However, waiting too long before starting a flying lap brings the opposite risk, as well as the possibility of seeing the chequered flag before being able to start the final attempt.
In the closing stages of Q1, Q2 and Q3, accurately managing the timing of the pit exit and the preparation for the flying lap will therefore be crucial.
The programme
The weekend followed the traditional format, with two free practice sessions on Friday at 12.30 and 16.00 CEST and the third session today on Saturday at 12.30.
Qualifying today: gets underway at 16.00
Start Italian Grand Prix: 15.00 on Sunday
The race will run over 53 laps, covering a total distance of 306.72 kilometres.
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